Hallo zusammen.

Ich habe soeben meine Kandidatur im Kandidatenportal (das ich übrigens in der jetzigen Form nicht sonderlich toll finde) auf sichtbar gestellt. Ich werde im folgenden ausführen warum ich kandidiere und was für und gegen mich spricht.

Warum ich kandidiere.

Ich kandidiere weil es mein Wunsch ist für die Piraten im Bundestag zu arbeiten. Ich möchte aber nicht dort arbeiten weil ich hoffe so meine Ziele besser durchsetzen zu können oder weil mir das Studieren zu anstrengend geworden ist (durch mein Praktikum im Landtag habe ich schon früh feststellen können das Parlamentarierinnen harte Arbeit machen).

Vielmehr möchte ich euch alle, Piraten und Nichtpiraten vertreten. Dabei werde ich auf möglichst konsequente Transparenz und Basisbeteiligung achten. Natürlich habe ich wie jeder Mensch meine Lieblingsthemen und Themen die mir weniger liegen. An dieser Stelle kommt natürlich die Standardfrage: “Parteiwille oder Gewissen”. Die Auslegung des Grundgesetzes halte ich hier für ausschlaggebend. Im Falle einer Ernennung werde ich natürlich nicht nach Gutdünken abstimmen, jedoch im Zweifel nach Gewissensentscheidung handeln oder mich enthalten. Letzteres gilt auch bei Fragestellungen zu denen wir keinen Parteitagsbeschluss haben.

Ein weiterer Grund für meine Kandidatur ist die Situation unserer Partei. Bei vielen Piraten habe ich das Gefühl das die alten Ideale wie “jeder kann mitmachen” verloren gehen und durch das Verhalten einiger die flachen Hierarchien mehr und mehr verschwinden. Grade die Tatsache das ich jünger als die meisten und erst seit einem knappen Jahr dabei bin scheint für viele ein KO-Kriterium zu sein. Das ist auch okay und ich kann diese Denke sehr gut nachvollziehen. Wichtig ist mir jedoch das wir offen sind für Menschen die neu zu uns kommen. In meiner SPD Zeit habe ich erlebt wie man sich in den etablierten Parteien “hochdienen” muss und ich möchte das bei uns nicht sehen. Wir sind die die nah an den Bürgerinnen sein wollen. Dann müssen wir auch nah an unserer eigenen Basis sein.

Die Tatsache das ich jung bin war für mich eher Grund FÜR eine Kandidatur als dagegen. Meine Generation und die Jugend die nach mir kommt fühlt sich zunehmend im Stich gelassen von einer Politik die sich weigert die Bedürfnisse der jungen Menschen Ernst zu nehmen. Ich weiss das ich eventuell größere Schwierigkeiten haben werde mich in mein Amt einzufinden, und eventuell mehr Zeit für einige Dinge brauche da mein Leben bis jetzt nur zwei Wochen Erfahrung in einem “Bürojob” gebracht hat. Aber ich weiss das ich das schaffen kann. Wenn nicht würde ich euch meine Kandidatur nicht antun.

Was ansonsten noch für mich spricht: ich bin ein Mensch der gerne nachdenkt. Ich suche nicht einfach eine schnelle Lösung für Sachverhalte sondern versuche sie in Gänze zu verstehen.

Bis jetzt bin ich immer in der Lage gewesen politische Zusammenhänge zu verstehen. Ich arbeite mich schnell in Dinge ein und kann pragmatisch an Sachinhalte herangehen.

Zu meinen Stärken gehört auch das ich offensiv mit meinen Schwächen umgehen kann. Ich bin kein Guttenberg und kein Gauck, ich bin kein Monster an Ausstrahlung aber dafür versuche ich auch nicht mir in die Tasche zu lügen. Ich bin, wenn mich Themen langweilen zuweilen weniger engagiert als die meisten.
Alle anderen Schwächen sind wohl eher persönlicher Natur und gehören hier nicht hin.

Mein Versprechen an euch im Falle einer Wahl

-Ich werde ein Ohr für alle Bürger haben die mich kontaktieren

-Ich werde mit Fehlern die mir vorgeworfen werden (Shitstorm o.ä.) ehrlich umgehen

-Fehler die ich selbst bemerke werde ich eingestehen und mich entsprechend entschuldigen

-Ich werde nicht mehr Phrasen dreschen als ich es jetzt schon tue 😉

-Ich werde, gewählt oder nicht mit euch Wahlkampf machen das es kracht.

Danke für eure Aufmerksamkeit. Ich bitte um euer Vertrauen und freu mich auf die AVPampa.

so long.

Benjamin

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